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Vergangenheit

Die Geburtsstaette des Freikletterns.

Es sind fast 150 Jahre her, daß hier im Elbsandsteingebirge aus sportlichen Motiven Felsen erstiegen werden.
Im März 1864 waren es Schandauer Turner, die dem Falkenstein, dem markantesten Felsgebilde in dieser Landschaft, zu Leibe rückten. Bei ihrem, von
Abenteuerlust und der Freude vielseitiger naturverbundener körperlicher Bewegung getragen Tun, benutzten sie allerdings Hilfsmittel, wie Dastelbaum und Holzspreizen.
Der erste bewußte Verzicht auf jegliche künstliche Hilfsmittel geht auf das Jahr 1874 und die Erkletterung des Mönchsteins zurück. Bei dieser hilfsmittellosen Besteigung wurde als Wesentliches das Wie einer Besteigung - das Klettern um des Kletterns Willen erkannt.
Das Felsklettern in den Grundzügen, wie es bis in die Gegenwart von Menschen aller Altersgruppen betrieben wird, war ein Kind der bürgerlichen Epoche.
Um 1890 erfuhr diese Betätigung den sportlichen Zuschnitt.
Dafür stehen vor allem die Taten von Oscar Schuster und seinem Freundeskreis.
Sie traten für das sportliche Klettern ein und führten ihre Touren, unter anderen den Schusterweg am Falkenstein (III) und die Südwand des Meurerturms (IV), ohne künstliche Hilfsmittel durch.
Oscar Schuster war es, der 1897 die erste, anfänglich private Schwierigkeitsskala ( damals noch bis III) aufstellte.
Er war es auch, der den Kletterschuh mit Hanfsohle in Sachsen einführte.
Der Schritt zum eigenständigen Sächsischen Felsklettern erfolgte 1913 durch Rudolf Fehrmann.
Ihm war es dabei möglich, unmittelbar auf die Vorarbeit von Oscar Schuster aufzubauen.
In der Folgezeit gleicht die weitere klettersportliche Entwicklung in Sachsen durchaus einem Staffellauf, bei dem der Stab von einer Generation zur anderen weitergereicht wurde.
1906 erstmals der Grad VI (UIAA) am Teufelsturm durch O.P.Smith und Freunde, 1910 der Grad VI+ (UIAA) am Kreuzturm durch M. Matthäus, 1918 der Grad VII- (UIAA) am Wilden Kopf durch E. Strubich, 1921 der Grad VII (UIAA) am Rauschentorwächter durch O. Kunis und 1922 am Hauptwiesenstein durch H. Rost.
Mit dem erreichen des Grades VII+ musste bis 1952 gewartet werden (Schwager-Talweg durch H.Rost).
In den sechziger Jahren erstmals VIII- durch F. Eske (1965).
Der endgültige Schritt von VIII bis IX+ wurde hauptsächlich durch B. Arnold geprägt.
Auch das Bouldern hat im Elbsandstein einen festen und angestammten Platz, so zum Beispiel die um 1905 entstandene "Pflaumenkuchenvariante" von O.P. Smith am Gansfels in Rathen. Aber auch B. Arnold nutzte das Bouldern als Trainingsform ab den sechziger Jahren.
Mit dieser Form des Kletterns lässt sich Technik, Kraft und Koordination gut schulen.
Doch seit den neunziger Jahren stagniert die Klettersportliche Entwicklung, obwohl es bis zum X und XI Schwierigkeitsgrad reicht.


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