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Sloperwand

Herausgegeben von in OBouldering ·
Die Sloperwand am Hammertor



Mittlerweile sind 13 Jahre vergangen als wir das letzte mal im Hammertor zu Gange waren.
Überrascht waren wir über die Verschlechterung des Sektors.
Zur Zeit der ersten Versuche, so gegen 1998, standen noch ein Großteil der Fichten.
Sie boten ein Weitblick auf die Blöcke und gaben dem Rest der Pflanzen keine Chance zum gedeihen.
In der Hinsicht wie bewachsen die Blöcke und die Zustiege sind, so sehr gespannt, waren wir auch auf ein wiedersehen der Sloperwand.
Der erste Anblick erwies sich als überraschend.
Der Fels sah genauso aus wie wir ihn in Erinnerung hatten.
Das Gestein ist hell, glatt mit wenig Strukturen im unteren Teil, fest und fast immer trocken.
Die Sloperwand ist östlich ausgerichtet und auch in der Sommerzeit zum bouldern gut geeignet.
Der Grund  für diesen erneuten Aufenthalt, nach über einen Jahrzehnt ist nicht nur ein wiedersehen der alten Zeit, sondern die mediale Aufnahme ein paar Boulder.
Außer einer Fußmatte, Kalk und den Poffbeutel, gehörte eine Videokamera der damaligen Zeit nicht zur Grundausrüstung.
Der Wunsch die Boulder erneut wiederholen zu wollen, wurde für uns zu einen harten Stück Arbeit.
Der Fels bot wenig halt, ist außergewöhnlich glatt und sehr Fingerzehrend.
WarmUp wurde wie immer "Sloper".
Na-ja, nur ziemlich grenzwertig für die Finger und wenn man immer so lange zum warm werden braucht, dann ist es auch kein Wunder wenn es für den dritten Boulder nicht mehr reicht.
Zum Sitzstart fehlte uns allen der Grip … etliche Versuche … und kein Erfolg … es sollte einfach nicht sein.
Wir wechselten schließlich zu "Unter-Oder" als Standstart, ist zwar nicht viel leichter aber für uns erreichbar.
Nach den vielen hin und her probieren, sieht man schon die Finger am Wund werden und dabei sind wir noch nicht mal so lange da.
Erst mal ne Pause einlegen und etwas weniger Power mit "Stuffi", "Herz Schmerz" und "Oder" als Test-Spiel, ob noch was geht.
Schön wäre es ja, die "Combo" nochmals zu schaffen, doch wenn wir schon Probleme mit „Sloper“ als Sitz Start hatten, sah es eher schlecht aus.
Die „Combo“ beginnt ja links am Riss, traversiert nach rechts zum Sloperloch.
Und auch gleich da geht es los mit den Patschen … sie wollten einfach nicht halten die Hände … was ist denn nur los … maximal bis zur Berührung des bissigen Untergriffs … mehr geht an diesen Tag nicht.
Ist es vielleicht doch zu feucht und kalt?
Langsam ging uns auch der Strom aus.
Wir schauten erneut auf unsere Finger … skeptische Blicke … was denn nun … viele Chancen hatten wir nicht mehr.
Wer … nun … Was?
Unter-Oder?“ … “Leisten-Beisser“?




Michael Scholz, 08.07.2016



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